#kindergartenbraucht dringend Hilfe und Reformen

Dienstag, 4. Mai 2021
Buchstabieren leicht gemacht © DIakonie BIldung/ Tobias Ruttner
Buchstabieren leicht gemacht
Kampagne #kindergartenbraucht
1.826 Statements von MitarbeiterInnen, Eltern und BildungsexpertInnen zeigten deutlich, was nötig ist, um die ersten Bildungs- und Entwicklungsschritte unserer Kinder weiterhin qualitativ begleiten zu können. VertreterInnen der TrägerInneninitiative Elementare Bildung Wien überbrachten diese dem Wiener Bildungsstadtrat, um mit ihm zeitnah die nötigen Reformen zu planen und umzusetzen.

Mit der Social Media-Kampagne #kindergartenbraucht hat die Initiative 272.266 Menschen auf Facebook und Instagram erreicht und 1.826 Rückmeldungen erhalten. PädagogInnen, AssistentInnen, Eltern, BildungsexpertInnen, PolitikerInnen und andere an elementarer Bildung interessierte Menschen haben sich dazu geäußert, was Kindergärten dringend brauchen, um ihrer Bildungsaufgabe besser gerecht werden zu können:

Es wird dringend mehr Personal pro Gruppe benötigt, vor allem Fachpersonal, also ausgebildete ElementarpädagogInnen. Die Gruppen müssen zeitnah verkleinert und der Fachkraft-Kind-Schlüssel verbessert werden. Aber alle Einrichtungen brauchen auch insgesamt mehr Unterstützungspersonal.

Gleichzeitig sind die schlechten Rahmenbedingungen (große Gruppen, zu wenig personelle Ressourcen, nicht leistungsadäquate Gehälter) der Grund, warum viele der ausgebildeten ElementarpädagogInnen ihren Beruf nicht ergreifen. Was wiederum einen massiven Fachkräftemangel zur Folge hat.

Die Kluft zwischen den Platzkosten für einen öffentlichen Kindergartenplatz und der Förderung eines privaten Kindergartenplatzes ist für die privaten TrägerInnen, die insgesamt über 67.000 Kinder in Wien bilden und betreuen, unverständlich. Umso mehr als gerade von den großen privaten TrägerInnen viele Qualitätsimpulse für die elementare Bildung ausgehen.

Daher fordert die TrägerInneninitiative Elementare Bildung Wien einen zeitnahen runden Tisch mit Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr und Finanzstadtrat Peter Hanke, um die dringend erforderlichen Reformschritte konkret zu planen:

  • Ausbau der räumlichen Strukturen und gesetzlichen Regelungen um möglichst schnell Gruppen zu verkleinern und den Fachkraft-Kind-Schlüssel zu verbessern:
  • Fairness und Gleichstellung der finanziellen Ressourcen für private und öffentliche Kindergartenplätze für alle Altersstufen.
  • Ausbildungsoffensive und Verbesserung der personellen Ressourcen

Kontakt & Rückfragen:
Diakonie Bildung
Karin Brandstötter, 0664 827 34 83