Solidaritätsfonds

Die Diakonie sieht es als Teil ihres gesellschaftlichen Auftrages, Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft eine exzellente Bildung zugänglich zu machen.

Zu diesem Zweck wurde der Solidaritätsfonds errichtet, der begabten Kindern und Jugendlichen aus Familien, für die das Schulgeld eine unüberwindbare Hürde darstellt, durch die Gewährung einer Unterstützung den Besuch einer Schule des Evangelischen Schulwerks A.B. Wien ermöglichen soll.

Eine Antragstellung ist an jeder der Evangelischen Schulen möglich.

Wie funktioniert der Solidaritätsfonds?

Der Solidaritätsfonds wird aus Geldern von Großspenden, Privatpersonen und Eltern gespeist. Alle Spender*innen erhalten einen Jahresbericht über die Verwendung der Mittel und können die Spenden steuerlich absetzen.

Jährlich wird der Bedarf an Unterstützung in den Schulen erhoben. Die Anträge werdenvor den Sommerferien von der Diakonie Bildung bearbeitet, um noch vor Schulbeginn eine Rückmeldung an die Antragsteller*innen zu geben. Auf Basis der übermittelten Unterlagen (u. a. Einkommen, Beschreibung der Situation, Motivationsschreiben) und auf Basis der verfügbaren Ressourcen des Solidaritätsfonds werden Unterstützungen für zwei Schuljahre vergeben.

Die Vergabe erfolgt unabhängig von Geschlecht, Religion, Weltanschauung und Herkunft. Die unterstützten Kinder und Jugendlichen sind namentlich ausschließlich den Schulleitungen und der Geschäftsführung der Diakonie Bildung bekannt.

Welche Situationen werden unterstützt?

Schüler Moritz*

Moritz besucht seit einigen Jahren eine Schule der Diakonie Bildung. Nun ist seine alleinerziehende Mutter schwer erkrankt. Es ist ihr nicht möglich, das Haus zu verlassen oder E-Mail- und SMS-Kontakt mit der Schule zu halten. Die familiäre Notsituation ist für Moritz sehr belastend, noch dazu hat die Familie nun auch mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Ohne Unterstützung des Solidaritätsfonds müsste Moritz vor seinem Abschluss die Schule wechseln und sich neben den Sorgen um seine Mutter in ein neues Klassengefüge und Schulumfeld integrieren.

Schüler Jan*

Jan hat einen besonderen Förderbedarf und ist ein Integrationsschüler. Seine Bildungslaufbahn ist für ihn sehr schwer, denn mit alltäglichen Situationen in der Schule kann er nicht einfach umgehen und für das Lernen benötigt er eine Sonderpädagogin an seiner Seite. Sein Vater verstarb und seine Mutter finanziert die Familie mit einer geringen Witwenpension und u. a. der Kinderbeihilfe. Neben den Lebensunterhaltskosten muss sie Geld für die Förderung und Therapie ihres Sohnes bereitstellen. Die Schule, die Jan nun in der Diakonie Bildung besucht, fördert ihn individuell und gibt ihm die notwendige Stütze, um seine Bildungslaufbahn erfolgreich fortzusetzen.

Schülerin Mona*

Mona besucht seit zwei Jahren eine Schule der Diakonie Bildung. Sie ist in einer Begabungsförderungsklasse und wird dort aufgrund ihres Talents intensiv gefördert. Ihre Eltern leben in Scheidung, die Mutter ist Alleinverdienerin mit geringem Einkommen und erhält keinerlei Alimente. Für Lebensunterhalt und Schulausbildung ist nicht ausreichend Einkommen vorhanden. Die Unterstützung aus dem Solidaritätsfonds ist für Mona notwendig – sie müsste nicht nur die Schule vor dem Abschluss verlassen, sondern es gäbe auch keine Möglichkeit, ihre Begabung weiter zu fördern.

*Name geändert

Wie können Sie unterstützen?

Sie können ganz einfach und unbürokratisch helfen: Mit einer Spende in den Solidaritätsfonds garantieren wir Ihnen, dass die Kinder und Jugendlichen direkt Ihre Unterstützung erhalten. Die Spende ist für Sie steuerlich absetzbar.

Option 1: Solidaritätsbeiträge von Eltern
Wir bitten die Eltern unserer Schüler*innen um monatliche Solidaritätsbeiträge (EUR 3–5,-) zusätzlich zum Schulgeld Ihrer Kinder. Diese Solidaritätsbeiträge werden für Unterstützungen am Standort Ihrer Kinder für Mitschüler*innen verwendet.

Option 2: Spenden für ein Schuljahr

Das Schulgeld beträgt zwischen EUR 1.500,- (Volksschule) und EUR 3.500,- (AHS). Die Kosten des sonderpädagogischen Förderbedarfs richten sich nach den individuellen Gegebenheiten.

Option 3: Sachspenden

Das Spektrum reicht hier von Unterstützung bei der Gartenausstattung, Musikinstrumenten, Bibliotheksausstattung, Einrichtung von Kinderkrippen, Gutscheinen für Exkursionen bis hin zu Spezialspielzeug.

Option 4: Corporate Volunteering
für Ihre Kolleg*innen/Ihr Unternehmen Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen und Ihren Kolleg*innen einen Tag in unseren Standorten zu verbringen. Wir streichen mit Ihnen Wände, arbeiten im Garten und machen Ausflüge. Sie haben damit die gleiche Freude wie wir!